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MünzenBeitrag: gold-und silbergehalt
[ Antworten ] [ Regeln ]
münzi
gold-und silbergehalt
hallo münzfreunde!!!
wer kann etwas über den gold und silbergehalt römischer münzen zur keiserzeit sagen? was für andere metalle wurden beigemengt?
viele grüße euer münzi

Rethorn.privat
22.05.04 - 12:53
Re: gold-und silbergehalt
Es gab Silbermünzen bis zu 90% Feingehalt-Rest = Kupfer Arsen oder Nickel.
Es gabe Billon Münzen mit bis zu 40% Silberanteil.Es gabe Münzen aus Kupfer mit Silberauflage.

Bei den Goldmünzen gabe es Stückke mit Feingehalt von 800-900.Rest Kupfer und Silber+Arsen.
Ganze alte Stücke waren noch aus Elektrum (Naturgold) Entweder Gold mit Kupfer vermischt( 30-40%Gold oder Gold mit Silber vermischt(30-60% Gold)

Ales war möglich, je nach Herkunft und , wer das Gold geprägt hatte.So konnten z.b Die Kelten und die Inder das Gold nicht von Kufer und Silber trennen, wesewegen man dort immer nur low purity gefunden hat.In Rom und Constantinopel hat man dagegen fast nur high-purity geprägt.
Die Mauren dagegen hatten noch einen häheren feingehalt bis zu 970 Gold, wobei die Münzen praktisch heute alle verbogen und stark abgegriffen vorgefunden werden, weil sie so weich waren.

Die Zusammensetzung des Goldes oder Silber kann aber heute keinesfalls zur Echtheitsbestimmung verwendet werden.Es sei denn, man findet einen Solidus mit Goldauflage.Das wäre eine Fälschung.
Wogegen man wider in Ismet Kolonialbronzen mit Goldauflage hersgestellt hatte, um beim Volk einen edleren Eindruck des wertlosen Geldes zu erwecken.Jedoch findet man diese Goldauflage nur noch sehr selten, da das korrodierende Kupfer sich nach aussen durchgearbeitet hat und die Schicht zerstörte.

Um jetzt noch einer häufigen Frage vorauszugreifen:

Ja, Antike Goldmünzen können anlaufen.Sie tun das sehr häufig in hellem Rotbraun oder dunklem Schwarz, je nach Anteil Ro=Kupfer,Schwarz= Silberanteil.
Das in der Legierung enthaltene Nichtedelmetall verbindet sich beim Legieren nicht vollständig mit Gold, da Gold ein Element ist.Die Nichtedelmetalle werden mit der Zeit porös und korrodieren.Das ganze "blüht" dann nach aussen.Es diffusiert.Deswegen findet man im Handel oft Solidi, die igentlich top aussehen, jedoch an einer Stelle plötzlich unnatürlich abgenutzt sind.
Hierbei hat der Händler oder Großhändler versucht, Mit Natron und Juwelliersstahlwolle die Kruste zu entfernen.( Stahlwolle 000)

wernerhartmann
22.05.04 - 18:03
Re: gold-und silbergehalt
Arsen in Münzen??? Jetzt weiß ich endlich, warum damals die Lebenserwartung so niedrig war! ;-))

Viele Grüße
Werner

Rethorn.privat
22.05.04 - 18:35
Re: gold-und silbergehalt
ja, das hatte irgendeinen Nutzen bei der Verarbeitung.Ich habe mich erkundigt.Angeblich für Münzenputzer nicht schädlich.

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