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Beitrag: 5 Goldmark Preusen 1877 A |
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Christian
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5 Goldmark Preusen 1877 A |
Hallo
Könnte mir einer mal bitte sagen, wieviel die 5 Goldmark von Preusen wert ist?
Ich hab diese münze bei Münzaukionen eingestellt.
Hier der Link zum Bild:
http://www.muenzauktion.info/auction/item.php?id=5035157123004&lang=
Wäre froh, wenn mir einer sagen würde ob der Verlangte Preis zu niedrig oder zu hoch ist.
Vielen Dank im Voraus

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Muenzenfreund 30.04.05 - 16:31
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Re: 5 Goldmark Preusen 1877 A |
Die Münze ist eine Fälschung und der Preis zu hoch.
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Christian 30.04.05 - 17:03
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Re: 5 Goldmark Preusen 1877 A |
Hi Münzfreund
Ich hab wie gesagt keine Ahnung von münzen. Woran kann man es denn erkennen, das es eine Fälschung sein soll?
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goldmuenzer 30.04.05 - 20:15
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Re: 5 Goldmark Preusen 1877 A |
Hallo Christian,
die Fälschungen sind meist als "Polierte Platte" geprägt worden (was auch auf den Fotos danachaussieht), Goldanteil meist 333er oder 585er Gold. Diese Münzen wurden in den 70ern häufig nachgeprägt, als Originale wären sie in dieser Erhaltung wohl nicht unter 3.000 ? zu haben.
Viele Grüße,
Adrian
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antidote 30.04.05 - 20:41
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Re: 5 Goldmark Preusen 1877 A |
kompliziertes Thema:
FED Fälschungs - Erkennungs - Dienst / Ausgabe 31
Nachahmungen des Reichsgoldmünzen 1871 -1915
Lothar Schoenawa, Werlaburgdorf, Sachverständiger.
Zitat:
"......... Als um 1958 - 1960 das Münzensammeln und das Tragen von Goldschmuck einen ungeahnten Aufschwung nahm, wurden Reichsgoldmünzen in großen Mengen gefälscht, sei es für Schmuckzwecke wie für Sammler. Nahezu jeder Modeschmuckhersteller, der die entsprechenden Maschinen hatte, machte Goldmünzen für Schmuck, manche Stücke waren leicht als Fälschung zu erkennen, viele wurden für echt gehalten und nur ein Hersteller prägte so genau, daß seine Münzen auch heute noch nahezu ununterscheidbar von den echten sind. Es war die Firma J. Hausmann & Co. KG. / Bonn. Der Gründer dieser Firma war der Arzt Dr. Schmidt. Er hatte die besten Prägemaschinen und die genauesten Stempel. Die Münzen waren in Legierung, Gewicht und den Abmessungen absolut identisch mit den staatlich geprägten Münzen. Es ist auch heute nahezu unmöglich diese Fälschungen mit absoluter Sicherheit zu erkennen. Diese Fälschungen wurden in solchen Mengen verkauft, daß die Zeitung -Berliner-Morgenpost- vom 19. August 1962 schrieb: "Wenn der Vertrieb der Nachprägungen verboten würde, müßten auch die Banken ihre Bestände. von Nachprägungen revidieren. Bei einem Bestand an Goldmünzen im Wert von etwa 600 Millionen Mark" so führte Dr. Schäfer (Hausjurist der Fa. Hausmann) aus, "würde den Banken bei einem gesetzlich angeordneten Einschmelzen der nachgeprägten Münzen ein Verlust von mehr als hundert Millionen D-Mark entstehen". (Zitat Ende) Dieses war die Situation im Jahre 1962. Hausmann prägte in Mengen weiter, bis ihm das Münzgesetz, in Kraft seit 1.1.1975, ein Ende setzte.
Was in den 13 Jahren noch geprägt und verkauft wurde ist nicht abzuschätzen. Fest steht, daß ein Großteil der in Sammlungen befindlichen seltenen und seltensten Goldmünzen falsch ist. Es schützt, auch nicht, wenn diese Münzen bei einer Bank gekauft wurden oder noch werden. Ein, wenn auch noch so gut versierter Bankbeamter und Münzenkenner, ist nicht in der Läge, die Hausmann-Fälschungen durch Augenschein zu erkennen. Ein mir bekannter, wirklich hervorragender Sachverständiger schreibt : "Ich selbst halte es nicht für eine Schande, wenn ich meine Unkenntnis oder mein Unvermögen auf diesem speziellen Gebiet öffentlich zugebe".
Dieses trifft natürlich nur für die Hausmann-Fälschungen zu, nicht für alle anderen Goldmünzenfälschungen. Ich selbst muß meine Begutachtungen auch dahingehend einschränken, daß eine als falsch erkannte Münze auch falsch ist, daß aber eine unzirkulierte als echt erkannte Münze auch eine Hausmann-Fälschung sein könnte.
.......Werbezetteln der Firma Hausmann, in denen auf die absolute Identität mit den staatlich geprägten Münzen hingewiesen wird......."
Wonei es gelegentlich auch Streit darum gibt, ob diese Fälschungen von Fachleuten wirklich sicher zu erkennen sind
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Ostgote 01.05.05 - 14:49
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Re: 5 Goldmark Preusen 1877 A |
Hallo,
sehr interessantes Thema. Ich habe gehört die Echtheit ließe sich nur mit dem Mikroskop feststellen. Wie sieht es denn bei Erstabschlägen und PP Ausgaben aus. Gib es da überhaupt makellose Exemplare wie wir sie heute kennen?
Oder wäre Makellosigkeit schon wieder ein Fälschungsmerkmal, da es damals ja wahrscheinlich noch keine Kapseln bzw. Verschweißungen gab?
Gibt es eigentlich echte also makellose ST Ausgaben aus selbiger Zeit, speziell aus dem 19Jhrdt. überhaupt? Vielleicht von ehemaligen Reichsbankdirektoren, dem Adel oder den Arbeitern die diese herstellten?
MfG
Stephan
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