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Beitrag: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
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kay
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Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
Ich habe antike Goldmünzen aus 50-60% Gold, bzw laut Katalog Elektrum(natürliches Gold).Alle sind echt und bestätigt.
Wenn ich mit einem elektrochemischen Tester arbeite, bekomme ich 14-18 Karat angezeigt.
Wenn man aber mit Königswasser testet, bekommt man nichteinmal 8 Karat. Woran liegt das?
Hat das etwas mit der Zusammensetzung der Legierung zu tun, sprich enthaltene Halogene etc?
da ja manche Stoffe die Wirkung der säure verstärken sollen.
Ich finde nicht viel darüber, ausser daß Königswasser speziell für 3 verschiedene Schmucklegierungen angemischt wird.( Im Ausland sogar für eine 4.Legierung von 6 Karat)
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olfy007 Gestern - 10:41
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
Hallo Kay,
es sind Halogene, die die Ergebnisse stören! Hier insbesondere Chloride. Die werden als Radikale freigesetzt und unterstützen die Wirkung des K-Wassers. Deine Vermutung war also richtig. Um dieses Problem zu umgehen kannst Du die CHlorid-Ionen zunächst als AgCl (Silberchlorid) fällen. Dazu nimmst Du Silbernitratlösung (AgNO3 in Wasser). Der weiße Niederschlag muss vollständig abgeschöpft werden, bevor eine weitere Messung erfolgt.
Aus dem holen Bauch heraus würde ich sagen, dass die Münze zunächst in Salpetersäure getaucht wird (ein paar Minuten) und anschließend die AgNO3 Lösung eingebracht wird. Saubermachen, und dann weiter.
Aber Vorsicht: Ich habe da keinerlei Erfahrung, das ist nur die Übertragung einer Analysevorschrift auf antike Münzen. Ob das klappt oder nicht weiß ich nicht. Sorry, es ist DEIN RISIKO!
Habe gerade mal im Netz geschaut, da findest Du wirklich nicht viel. Werde am Montag mal einen Kollegen fragen, opb der was weiß.
schönen Sonntag noch und viele grüße
Meinolf
| kay Gestern - 13:00
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
Erstmal vielen Dank für die rasche Antwort.Ich habne diese gleich weitergeleitet und darum gebeten, rughig hier zu fragen, wenn es weiteren Antworten bedarf. Gruß!
PS: ich habe das alte Buch des berühmten Chemikers wiedergefunden!( das mit der Original Signatur drin)
| olfy007 Gestern - 14:22
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
...da bin ich neugierig: Welches alte Buch welchen berühmten Chemikers mit welcher Signatur drin?
viele Grüße
Meinolf
| kay Gestern - 14:57
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
da hatten wir mal vor 1 Jahr drüber gesprochen Harold A. Tumstall hat es gehört.A Manual of Chemical Analysis
by G.S.Newth,
1914 Longman Green and Co.
mit persönlichen handschriftlichen aufzeichungen über .Notes on Chief indicators.
Ich hatte bereits die Familiee angeschrieben, die seit über 80 Jahren Ihren Verwandten in Europa vermisst. Habe jedoch keine Antwort bekommen. Anmerkung.Das Buch hatte mein Vorfahr mal auf dem Schlachtfeld in Frankreich gefunden.
Es sind sogar ein paar Blutflecken darin.
| olfy007 Gestern - 17:08
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
ahhhhh, ich erinnere mich! jau!!! Da dürfte die Fällungsgeschichte der Chloridionen aber noch nicht drinstehen. Der Trennungsgang wurde so etwa in den 20 und 30er Jahren vollständig entwickelt.
viele Grüße
Meinolf
| olfy007 Heute - 19:06
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
hallo kay,
also, Kollege sagt, der K-Wasser-Test sei sehr stark auch vom Kupfergehalt abhängig! Ich werde diese Woche mal in die Uni-Bib fahren, und recherchiere mal in alten Analysebüchern, sofern ich welche finde.
viele Grüße
Meinolf
| kay Heute - 22:57
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
Ja, Kupfergehalt ist sehr hoch, ich meine zu wissen, daß bei dieser Legierung 7 Kupferatomme zwei Goldatome umgeben.
| olfy007 Heute - 23:10
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
oh, bei der Packung kommst Du aber nicht auf 50% Gold, sondern vielleicht auf rund 30% bis vllt 40%. Eine schöne Seite:
http://www.restaurierung-und-mehr.de/html/gold_und_legierungen.html
woll'n mal weiter forschen!
viele Grüße
Meinolf
| kay 13.12.05 - 17:09
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Re: Antike Elektrumm?nzen und K?nigswasser |
Meinolf: tolle Sache: Viele Münzen werden der Tabelle nach vom Finder wohl gar nicht als Goldmünzen erkannt, weil sie z.B stark oxidiert sind , oder eine total andere Farbe haben. Also: Eine Grünmetallic Goldmünze habe ich auch noch nicht gesehen.Soll es aber geben-Wahnsinnig interessant.
Das weckt doch wieder den Schatzsuchergeist :-)
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