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Beitrag: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
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goldmuenzer
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10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Hallo allerseits! Ich habe aus einem Haufen J.299 ein sehr seltsames Stück herausgefischt. Während die Wertseite eigentlich normal wirkt (bis auf den anscheinend verschmutzten Stempel), sieht der Adler irgendwie ungewöhnlich aus. Rechts auf den Fotos ein normales Vergleichsstück. Hat jemand eine Idee ob es eine Probe, Verprägung oder Fälschung sein könnte?
Vorab danke und Grüße aus dem sonnigen Nürnberg
Adrian


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frank.schwelm 13.04.07 - 16:32
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Re: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Hast Du evtl. ein J. 298 Z erwischt ? Obwohl die Prägung doch sehr flau aussieht.
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Jumbo-01 13.04.07 - 18:27
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Re: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Hallo Adrian.
Ich würde bei dem Stück auf eine zeitgenössische Fälschung aus dem Jahr 1917 tippen, um zur damaligen Zeit damit einzukaufen.
Da die Münze nur einen sehr geringen Sammlerwert hat, wird das Stück in der schlechten Erhaltung nicht zum Schaden der Sammler in der Neuzeit gefälscht worden sein.
Eine Probe ist es nicht, denn auch Proben wurden exakt geprägt.
Das Stück weist sehr unterschiedliche Dicken der Buchstaben auf sowie verschiedene Höhen und Tiefen im Schriftzug.
Gruß
heinz
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Karsten 13.04.07 - 21:41
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Re: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Da diese Münze keinen Perlkreis aufweist, schließe ich die J.298Z aus. Ich denke mal, daß durch einen verdreckten Stempel ( beeinflußt von Zinkronden ) diese Münzprägung zu stande kam.
Vielleicht wurde das Ganze auch noch vom Zinkfraß begünstigt.
MfG
Karsten
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Jumbo-01 13.04.07 - 23:02
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Re: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Hallo Karsten.
Durch einen verunreinigten Prägestempel rutschen die Buchstaben nicht höher oder tiefer.
Schau mal das..S... in DeutSches Reich
oder das PF bei Pfennig
oder der rechte untere Balken der 1 ist unterschiedlich lang.
Auf der Rückseite die Zunge vom Adler sieht aus, wie eine Zunge vom Chameleon.:-))..damit kann er Fliegen fangen.
Schau Dir mal die Krallen vom linken Bein an.
Total unterschiedlich in der Länge.
Es gibt noch mehrere Punkte, die nicht stimmen.
Eindeutig eine plumpe Fälschung.!!
Gruß
heinz
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olfy007 13.04.07 - 23:58
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Re: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Diese Verrutscher entstehen, wenn man ein Original nicht wirklich senkrecht in die Tonmasse drückt, in der man gleich das Blei gießen möchte, Probier es einmal aus ;-) Nimm mal ein paar markannte Punkte und berechne die Längenverhältnisse: Bei deinem Stück stimmt nur die Tedenz des Verhältnisses, außerdem sind kleine Lücken nicht aufgelöst. Der Ton hat also an diesen Stellen nicht nachgegeben ;-) damit ist Theorie der Fälschung zunächst einmal belegt!
viele Grüße
der olf
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Karsten 14.04.07 - 00:26
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Re: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Hallo Heinz,
ja es stimmt vieles verläuft nicht symetrisch auf dem Münzbild ( Avers + Revers ) .
Das ein so kleiner Nominalwert als Fälschung hergehalten hat, erstaunt mich etwas. Aber anscheinend lohnenswert, da es bei dem vielen Kleingeld wohl nicht sofort auffiel.
MfG
Karsten
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goldmuenzer 14.04.07 - 10:13
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Re: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Vielen Dank an alle für die Einschätzung! Ich hätte nicht gedacht, dass jemand ein so kleines Nominal fälscht, zumal sich 1917 die Inflation schon bemerkbar machte.
Das ist dann wohl die erste Fälschung, die wegen der Seltenheit doppelt so viel wie das Original wert ist ;-))))
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Muenzenfreund 14.04.07 - 13:58
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Re: 10 Pfennig 1917 -- Probe? F?lschung? Verpr?gung? |
Nunja, 1917 betrug der durchschnittliche Arbeitslohn etwa 10 Mark am Tag. Wer größere Mengen von 10 Pfennigstücken fälschte, konnte davon unter Umständen gut leben.
Heute liegt das durchschnittliche Einkommen bei 100 ? pro Tag und trotzdem werden haufenweise 2 ?-Stücke gefälscht.
Wer achtet schon auf so kleine Werte...
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